Culture Clash - Die Entführung
vom Musikzentrum Hannover
»Culture Clash« // Musikzentrum Hannover

Tipps für Antragsteller

Vorbemerkungen

Die (ehrenamtlich arbeitenden) Kuratoriumsmitglieder des Fonds Soziokultur müssen sich in relativ kurzer Zeit einen Überblick über die verschiedenen Förderanträge verschaffen. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn das Projekt in dem Antrag sehr präzise und nachvollziehbar beschrieben ist. Sie sollten Ihren Antrag deshalb möglichst so formulieren, dass ein Dritter, der Ihre Einrichtung/Initiative und Ihr Projekt nicht kennt, sich rasch einen (guten) Eindruck von Ihrem Projekt verschaffen kann. Schicken Sie Ihren Förderantrag zudem möglichst frühzeitig an die Geschäftsstelle. Dann haben die dortigen Mitarbeiter noch Gelegenheit, Ihren Antrag sorgfältig zu sichten und ggf. mit Ihnen Rücksprache zu halten, falls eine Überarbeitung/Ergänzung Ihres Antrages notwendig ist.

Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle stehen Ihnen bei Bedarf für eine Beratung gerne zur Verfügung: Zum Kontakt

Entscheidungsgrundlage

Das Kuratorium des Fonds Soziokultur e.V. entscheidet über die Förderungsanträge auf der Grundlage der Förderungsgrundsätze/Vergaberichtlinien des Fonds.

Antragsfristen/Projektbeginn

Beim Fonds Soziokultur können zweimal jährlich Förderanträge eingereicht werden; Einsendeschluss ist bei der »Allgemeinen Projektförderung« und beim Programm »Der Jugend eine Chance« der 2. Mai bzw. der 2. November eines Jahres. Die Projekte dürfen nicht vor Ende Januar (bei der Ausschreibung für das 1. Halbjahr) bzw. nicht vor dem 15. Juli (bei der Ausschreibung für das 2. Halbjahr) beginnen.
Bei dem Programm »Jonge Kunst« endet die Antragsfrist am 1. März eines Jahres. Die Projekte dürfen hier nicht vor dem 1. Juni des laufenden Jahres beginnen.

Vorzeitiger Projektbeginn

Wenn vor den Vergabesitzungen des Kuratoriums bereits zwingend und in Ausnahmefällen Projektaktivitäten stattfinden müssen (z.B. Abschluss einer Gagenvereinbarung mit einem Künstler; Anmietung eines Projektraumes), muss ein Projektträger beim Fonds einen Antrag auf Zustimmung zum vorzeitigen Projektbeginn stellen, unter Angabe eines Datums für den vorzeitigen Beginn und einer Begründung für dessen Notwenigkeit. Die Zustimmung zu diesem vorzeitigen Beginn ist ausgeschlossen, wenn bereits wesentliche Teile der Projektaktivitäten (z.B. Proben, Workshops, Druck von Plakaten etc.) vor den Sitzungen des Kuratoriums stattfinden sollen.

Antragstellung

Die Förderanträge müssen auf entsprechenden Vordrucken des Fonds formuliert werden, die über die Geschäftsstelle oder über die Internetseiten des Fonds bezogen werden können Download Antragsvordrucke (pdf). Für die Förderprogramme gibt es unterschiedliche Antragsvordrucke.

Die Vordrucke müssen - sofern die erbetenen Angaben jeweils zutreffen - vollständig ausgefüllt werden. Dazu gehören insbesondere Angaben zum Antragsteller, eine präzise Projektbeschreibung, die Angabe eines Zeitplanes für das Projekt (einschl. kostenrelevanter Vor- und Nachbereitungszeiten), die Aufstellung eines Kosten- und Finanzierungsplanes und die Angabe einer Fördersumme, die beim Fonds Soziokultur beantragte wird.

Öffentliche Antragsteller

Der Fonds Soziokultur unterstützt vorrangig freie Träger der Kulturarbeit (Vereine, Initiativen).

Keine Doppelförderung

Der Fonds Soziokultur darf keine Projekte unterstützen, die eine Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), von einer von der BKM ständig geförderten Einrichtung (z.B. von Hauptstadtkulturfonds, Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds, Fonds Darstellende Künste, Stiftung Preußischer Kulturbesitz) oder von der Kulturstiftung des Bundes erhalten.

„Externe Antragsteller"

Sofern soziokulturelle Initiativen/Einrichtungen ein Projekt an einem anderen Ort als ihrem Sitzort durchführen möchten, ist eine Förderung durch den Fonds Soziokultur grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Die entsprechenden Projektkonzepte sollen in diesem Fall aber erkennbar ortsbezogen entwickelt und nach Möglichkeit sollen bei der Projektentwicklung und -durchführung auch Kooperationspartner vor Ort einbezogen werden.

Schulprojekte

Wenn ein freier Träger der Kulturarbeit in Kooperation mit einer oder mehreren Schule(n) ein Projekt entwickeln und durchführen möchte, dann ist die Förderung eines solchen Projektes durch den Fonds Soziokultur grundsätzlich möglich. Diese Projekte dürfen jedoch kein Ersatz für Schulunterricht sein, sondern es muss sich um zusätzliche Angebote handeln.

Jubiläen

Die Förderung von Projekten anlässlich eines Jubiläums (z.B. 20 Jahre Kulturhaus XY) ist nur dann möglich, wenn bei einem Projekt nicht das Jubiläum im Vordergrund steht. Das Jubiläum soll vielmehr nur den Anlass dazu bieten, über die bisherige Arbeit der jeweiligen Initiative/Kultureinrichtung zu reflektieren und mithelfen, neue Handlungsfelder und Formate der Kulturarbeit für den Projektträger zu entwickeln.

Keine Haushaltsjahrbindung

Die Fördermittel des Fonds sind nicht an das Haushaltsjahr gebunden. Die Projekte können also bei Bedarf über das Ende des jeweiligen Jahres weitergeführt werden. 

Kosten- und Finanzierungsplan

Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kosten- und Finanzierungsplan die gesamten Kosten Ihres Projektes ausweist und nicht nur Kosten in Höhe der beim Fonds Soziokultur beantragten Förderung. Der Fonds Soziokultur fördert in der Regel durch die Vergabe von Zuschüssen zu den Projektgesamtkosten.
Im Kostenplan sollen nur die Kosten kalkuliert werden, zu denen es später auch eine belegbare Geldbewegung geben wird, also keine so genannten Eigenleistungen (z.B. ehrenamtliche Arbeit, Bereitstellung von eigener Technik etc.). Auch im Finanzierungsplan dürfen als Eigenanteil nur Beträge angegeben werden, die später auch in Euro zum Ausgleich von Ausgaben zur Verfügung stehen.

Förderungsvolumen/-sätze

Dem Fonds Soziokultur stehen für seine Aufgaben in der Regel jährliche Haushaltsmittel in einer Größenordnung bis zu 1,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Keine regelmäßige Förderungen / keine Zuschüsse für Investitionen

Der Fonds Soziokultur fördert ausschließlich Projekte, also inhaltlich abgegrenzte und zeitlich begrenzte Vorhaben; regelmäßige Förderungen (etwa Übernahme der Kosten des laufenden Arbeitsprogrammes einer Einrichtung, des laufenden Bürobetriebes o.ä.) sind nicht vorgesehen. Auch eine Beantragung von Zuschüssen für investive Ausgaben (Ausrüstungs-/Bauinvestitionen) ist nicht möglich.

Kultur-Festivals

Eine finanzielle Unterstützung eines Kultur-Festivals ist grundsätzlich möglich, wenn es sich um ein neues (eigenständiges) Festival handelt oder – im Falle einer Festival-Reihe - um ein Festival, das sich erkennbar konzeptionell von seinen Vorläufern unterscheidet. Wenn ein Förderantrag sich auf das Rahmenprogramm eines Festivals bezieht, dann ist eine Förderung nur dann möglich, wenn es sich dabei um einen elementaren Bestandteil des Festivals handelt.

Wiederholte Antragstellungen

Eine wiederholte Antragstellung ist nur dann möglich sein, wenn das bereits einmal dem Kuratorium des Fonds Soziokultur vorgelegte Konzept eines Projektes bei der erneuten Antragstellung modifiziert wird.

 

„Einen verdammt guten Antrag schreiben" - Artikel aus der Publikation 25 Jahre Fonds Soziokultur

Titelseite Kultur besser fördern    

    Ein Beitrag zur Arbeitsweise und Entscheidungsfindung des Kuratoriums
    von Jochen Molck und Kirsten Witt

    Artikel download hier

Seitenübersicht