|
|
»Innovationspreis Soziokultur« |
Ländliche Akademie Krummhörn ausgezeichnet
Die Ländliche Akademie Krummhörn ist mit dem »Innovationspreis Soziokultur« des Fonds Soziokultur zum Thema »Spuren suchen – finden - hinterlassen« ausgezeichnet worden. Die Einrichtung aus dem äußersten Nordwesten Deutschlands erhielt den Preis für das deutsch-niederländische Projekt »Sturmflut 1509: Versunkene Dörfer – Verdronken Geschiedenis«, ein Vorhaben, das ein zentrales historisches Ereignis auf vielfältige Weise künstlerisch-kreativ nacherzählt und spielerisch umgesetzt hat. Mehr als 120 Personen aus 19 Dörfern der Region – Künstler und Laien – hatten die damaligen Ereignisse theatralisch und musikalisch gestaltet und mit großem Erfolg öffentlich präsentiert.

v.l.n.r.: Dr. Ralf
Bärenfanger, Mechthild Eickhoff, Peter Kamp, Dr. Norbert Sievers,
Christine Schmidt, Rainer Bode, Kurt Eichler,
Johann Saathoff, Klaus Kussauer
Die feierliche Preisvergabe fand unter großer Beteiligung der Künstler und Kulturschaffenden aus der Region in Krummhörn bei Emden selbst statt. Der Vorsitzende des Fonds Soziokultur, Kurt Eichler, machte bei dieser Veranstaltung deutlich, dass der Preis nicht nur als Anerkennung für die thematische Zielgenauigkeit und Qualität des Projektes vergeben werde; er habe auch eine kulturpolitische Bedeutung. Es soll der Blick auf ein kulturelles Praxisfeld gelenkt werden, das besser wahrgenommen und gefördert werden sollte.
Den Festvortrag bei der Preisverleihung hielt Prof. Dr. Helene Kleine von der Fachhochschule Potsdam zum Thema »Spuren suchen – Zeichen setzen«. Sie hob darin unter anderem hervor, dass die Kulturpolitik und die künstlerischen/kulturellen Angebote noch zu stark auf die großen Metropolen ausgerichtet seien. Ein beachtlicher Teil der Menschen in Deutschland lebten aber auf dem flachen Land, in Dörfern und Kleinstädten. Und hier seien es eben nicht »die klassischen Institutionen und Orte bürgerlicher Kulturpflege, die das kulturelle Leben ausmachen«, sondern das »zivilgesellschaftliche Engagement der Einzelnen und Gruppen«, die die ländliche Kulturarbeit prägten. Darin liege eine große Chance für die Zukunft. Auch deshalb verdiene die Kulturarbeit auf dem Lande mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit.
Die Geschäftsführerin der Ländlichen Akademie Krummhörn, Christine Schmidt, konnte diesen Überlegungen nur beipflichten. Sie freue sich – zusammen mit allen Mitarbeitern und Mitgliedern der Ländlichen Akademie – sehr über die Auszeichnung durch den Fonds Soziokultur, die sie auch als Anerkennung für das besondere Engagement der soziokulturellen Akteure im ländlichen Raum insgesamt betrachte. Der mit 10.000 Euro ausgestattete »Innovationspreis Soziokultur« sei zudem eine äußerst lohnende Investition, da er alsbald in ein nächstes (gemeinnütziges) Projekt einfließen werde.
Der »Innovationspreis Soziokultur« ist mittlerweile zum vierten Mal vergebenen worden und wirkt dabei wie ein öffentlicher Fingerzeig auf die Lebendigkeit, Innovationsfreude und Schaffenskraft der Soziokultur. Er wird vom Fonds Soziokultur ausgelobt – eine bundesweite Fördereinrichtung, die seit 1988 Projekte unterstützt, in denen Menschen zur aktiven Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermutigt werden. Die Projekte sollen Modellcharakter haben und für andere soziokulturelle Initiativen und Einrichtungen Maßstäbe setzen. Die Fördermittel des Fonds werden von der Kulturstiftung des Bundes bereitgestellt.
|
»Ein Orakel im Rosa Tempel und Spuren der Vertreibung« |
Fonds Soziokultur kürt zwei Sieger im Wettbewerb »Heimat Europa«
Ein Preis war geplant, zwei wurden vergeben. So sehr überzeugten die Projekte »Pink House Bremen« und »Lacho Drom« beim Wettbewerb um den Innovationspreis Soziokultur. Beide erhalten nun jeweils 7.500 € Preisgeld.
Das »Pink House Bremen« siedelte im September 2006 am Rande des multi-kulturellen Stadtviertels Gröpelingen. Der aufblasbare antike Tempel von neun Metern Höhe beherbergte in seinem Innern ein anspruchsvolles Kulturprogramm, an dem die Bürger aktiv beteiligt wurden. Er war unter anderem ausgestattet mit von ihnen geliehenen Sesseln. Ein Orakel beantwortete Fragen der Bürger, die Wochen vorher gesammelt worden waren. Es gab Ausstellungen und die Volksküche »Babel«, inklusive allabendlicher Tischrede und Kultur zum Dessert. Zehn Tage lang bespielten artserv.net, ein Projekt des Kunst- und
Künstlerhauses Schwankhalle Bremen, und der Verein Kultur Vor Ort die quietschrosa Hülle. Sie schufen einen »temporären Tempel, für die Stadt von heute, in der es keine gemeinsamen Tempel mehr gibt«. Nach dem Votum der Jury des Fonds Soziokultur verknüpfte Pink House Bremen ein internationales Kunstprojekt mit innovativer Stadtteilkultur und hat dabei den interkulturellen Anspruch ideal umgesetzt. Wie beispielsweise beim Iftar Essen, dem traditionellen Fastenbrechen, zu dem die Bremer Muslime ins Pink House geladen hatten, und an dem sich auch Christen und Juden beteiligt hatten. Die Tempel-Hülle wurde den Projektträgern von den lettischen Künstlern Aigar Bikse und Kristaps Gulbis zur Verfügung gestellt. Sie war erstmals 2005 auf der Biennale in Venedig zum Einsatz gekommen.
|
|
Zweiter Preisträger ist der Förderverein der
Theatertage am See in Friedrichshafen mit seiner Internationalen
Jugendbegegnung zur Sinti- und Romakultur im April 2006. Der
Titel der Begegnung »Lacho Drom« ist Romanes und heißt übersetzt
»Der richtige Weg«. Hier spielten 45 Jugendliche aus Bulgarien,
Serbien, Albanien, Mazedonien, Rumänien, Spanien und Deutschland
gemeinsam Theater. Dabei waren die Landesgruppen der 18- bis
25-Jährigen jeweils zur Hälfte aus Roma und Nicht-Roma
zusammengesetzt. Ihre Themen: Die Verfolgung der Sinti und Roma,
deren Kultur und die Frage, was Nomaden Heimat bedeutet. Die
10-tägigen Workshops mit einem Musiker, einer Flamenco-Tänzerin
und einem Theater-Pädagogen gipfelten am 8. April, dem
Internationalen Tag der Sinti und Roma, in einer szenischen
Theateraufführung vor 400 Besuchern. Ein Mädchen stellte
beispielsweise einen Baum dar, andere Jugendliche dessen
Wurzeln, die solange von außen angegriffen wurden, bis der Baum
zusammenbrach. Heimat gibt Halt, lautete die Botschaft. Das
Projekt trägt Früchte: für eine Gruppe serbischer Jugendlicher,
die keine Visa bekommen hatte, wurde kurzerhand ein
Zusatz-Seminar in Serbien organisiert. Ein Europäisches
Roma-Jugendnetzwerk ist im Aufbau, und die Beteiligten
diskutieren weiter: auf einer eigenen Internet-Plattform. Die
Jury lobte besonders die Spielfreude, das Engagement und die
Eigeninitiative der Jugendlichen, die das Projekt zum Einstieg
in einen nachhaltigen Dialog machten.
Der Fonds Soziokultur hat den Innovationspreis
Soziokultur zum dritten Mal vergeben. Die feierliche Verleihung
fand im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung zum
zwanzigjährigen Jubiläum des Fonds Soziokultur am 10. April
2008. Die beiden Preisträger konnten Ihre Urkunden und die
Preisgelder aus den Händen des Kulturstaatsministers Bernd
Neuman und des Fonds-Vorsitzenden Kurt Eichler entgegennehmen.
Bonn, 11.April 2008
|
Innovationspreis Soziokultur |
›Neue Medien und Soziokultur‹ Fonds
Soziokultur vergibt ›Innovationspreis Soziokultur‹
Zum zweiten Mal hat der Fonds Soziokultur
seinen Innovationspreis vergeben, einen Kulturpreis, um den
sich soziokulturelle Initiativen nicht direkt bewerben
können, sondern der gekoppelt ist an das Leitthema einer
Projektmittelausschreibung. Im Jahr 2004 richtete sich die
mit der Kulturpreisvergabe verbundene Ausschreibung (»Neue
Medien und Soziokultur«) an Projektträger, die sich der
kreativen Produktion, Präsentation und Vermittlung Neuer
Medien widmen. Aus dem Kreis der geförderten Projekte zum
Thema Medienkultur und Medienkunst sind schließlich 16
Projekte aus ganz Deutschland für den Innovationspreis
nominiert und drei davon am 13. Januar 2005
in Dortmund ausgezeichnet worden. Im Theater Fletch Bizzel übergaben der Fonds-Vorsitzende Kurt
Eichler und die Kuratoriumsvorsitzende Anne Schulz die
Urkunden und die Preisgelder.
Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis
erhielt hartware medien kunst verein aus Dortmund für das
Ausstellungsprojekt »games – Computerspiele für KünstlerInnen«,
in dem es nach Auffassung der Jury in herausragender Weise
gelungen ist, Computerspiele künstlerisch zu bearbeiten und
dadurch den Bezug zwischen Medienkunst und Jugendkulturen
herzustellen.
Der zweite Preis (5.000 Euro) ging an die
Pädagogische Aktion/Spielkultur aus München für das Projekt
»Platons Cave tod@y«. Diese interaktive Installation wurde von
der Jury als ein überzeugendes Beispiel dafür bewertet, wie
ein altes Thema mit Hilfe Neuer Medien kultur- und
medienpädagogisch aufgegriffen und aktualisiert werden kann.
Und den dritten Preis (3.000 Euro) erhielt das Medienzentrum
Parabol aus Nürnberg für das Projekt »Tatort Nürnberg«, einer
Entwicklung und experimentellen Erprobung eines
internetgestützten Stadtspieles im virtuellen und realen Raum.
Die Staatsministerin a.D. und Präsidentin der
Kunststiftung NRW, Ilse Brusis, hielt die Laudatio auf den
Hauptpreisträger. Sie würdigte dabei insbesondere das
beispielhafte Engagement und die Beharrlichkeit der Mentoren
des Projektes, Iris Dressler und Hans D. Christ, die das
internationale Ausstellungsprojekt zu einem Erfolg geführt
hätten, der auch überregional gewürdigt und anerkannt worden
sei. ›games. Computerspiele von KünstlerInnen‹ – realisiert im
ehemaligen Reserveteillager des stillgelegten Hochofenwerkes
PhoenixWest – habe in vorbildlicher Weise die
gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge zwischen
Neuen Medien und Soziokultur aufgezeigt. Es sei hier gelungen,
ein Modell einer alltagsnahen Kulturarbeit zu entwickeln und
experimentell zu erproben. PhoenixWest sei so zu einem
öffentlich zugänglichen Ort der Kulturvermittlung geworden,
der Zielgruppen anspräche, die an herkömmlichen Kultur- und
Medienangeboten kaum teilnähmen. Durch das vielfältige
Rahmenprogramm (Workshops, Filmprogramm, Werkstätten,
LAN-Parties) seien insbesondere Jugendliche ermuntert worden,
sich kreativ mit den Neun Medien auseinander zu setzen.
»Gerade Medienkunst und -kultur haben eine besondere Beziehung
zur Soziokultur. Von daher war die Ausschreibung des
›Innovationspreises Soziokultur‹ nur folgerichtig, und sie ist
nach wie vor hoch aktuell.«

v.l.n.r.: Angelika
Bauer, Sebastian Ring, Kurt Eichler, Dr. Norbert Sievers, Iris
Dressler, Danilo Dietsch, Sabine Reichelt, Hans D. Christ, Dr.
Knut Nevermann, Ilse Brusis,, Dr. Jürgen Langemeyer (Foto: ©
Aloys Reminghorst, Ruhr Nachrichten)
.
|
|
Der Abteilungsleiter bei der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt,
Dr. Knut Nevermann, hielt auf der Veranstaltung den
Festvortrag mit dem Titel »Kultur- und Medienpolitik im
Zusammenhang mit den Herausforderungen der
Informationsgesellschaft«. Er befasste sich darin
ausführlich mit den kulturpolitischen Notwendigkeiten und
Chancen der Förderung der kulturellen Kompetenzen im Umgang
mit den Neuen Medien. Die Soziokultur leiste hier eine
wichtige Vorreiterrolle, weil es ihr gelinge, durch die
Entwicklung und Bereitstellung geeigneter Kulturangebote und
Medienprojekte diese Kompetenzentwicklung zu ermöglichen und
die Eintrittsschwelle zu dem Erfahrungsraum von Kunst und
Kultur – insbesondere auch für Kinder und Jugendliche –
niedrig zu halten. Er würdigte die Einrichtungen und
Projekte der Soziokultur als »wendige Lotsen des
Kulturbetriebes«, weil sie unter anderem auf aktive
kulturelle Teilhabe setzten und über eine besondere
Sensibilität und Offenheit für neue gesellschaftliche Themen
und Entwicklungen verfügten.
Klaus Kussauer
Auszug aus dem Festvortrag des
Abteilungsleiters Kultur bei der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien Dr. Knut Nevermann
Unbestritten ist, dass wir uns einer
gewaltigen Herausforderung im Umgang mit Medien und
Informationen gegenüber sehen
Zweifellos kann man hier von einer »neuen
Unübersichtlichkeit« sprechen – Orientierungslosigkeit,
virtuelle Gemeinschaften und Reizüberflutung wären einige
der einschlägigen Stichworte. Offenkundig scheint mir auch,
dass die Gesellschaft, die Eltern, Lehrer und Politiker zu lange einer Fehlentwicklung
zugeschaut haben, ohne den enormen medialen Reiz- und
Informationsströmen etwas entgegenzustellen. In einer Art
kollektiver Sorglosigkeit haben wir uns vom beschleunigten
technischen Fortschritt das Ruder aus der Hand nehmen lassen.
Und wir haben dabei, denke ich, die Magie gewisser Medien
schlicht unterschätzt.
In gewisser Weise gilt es, dem einen
nachgerade traditionellen Bildungs- und Kulturbegriff
entgegenzusetzen. Es kann dabei nicht um ein simples Zurück zu
überkommenen Konzeptionen gehen. Niemand verlangt, dass unsere
Kinder wieder in den legendären septem artes liberales
unterrichtet werden. Es geht vielmehr um das Offenhalten von
Optionen, um das Formulieren von Angeboten, die Alternativen
schaffen zur »Schönen neuen Medienwelt« – auch innerhalb
dieser Welt. Literatur, Musik und bildende Kunst beinhalten
eine Fülle von faszinierenden Alternativen, ebenso wie der
Tanz, das Theater und der Film. Die Begegnung mit den Künsten schult die Wahrnehmungs- und
Lesefähigkeit in einem umfassenden Sinn. Indem wir uns mit
Kunst und Kultur auseinandersetzen, bilden wir unsere
Subjektivität, unser Vermögen, über plurale Weltsichten
nachzudenken, unsere geistige Unabhängigkeit. Kunsterfahrung
und aktive Teilhabe an kulturellen Prozessen können wichtige
Grundlagen sein für den Umgang mit der Welt, in der wir leben.
Die Herausforderung für Kulturpolitik und Kultureinrichtungen
besteht darin, diese Fundamente nicht nur zu legen, sondern
sie – unter den Bedingungen der Gegenwart – auch für möglichst
alle begehbar zu gestalten.
Die Soziokultur leistet unter den skizzierten
Vorzeichen eminente Beiträge. Sie setzt im Nahbereich an, im
Wohnquartier, an den Problemlagen des alltäglichen Lebens.
Dadurch gelingt es ihr, die Eintrittsschwellen niedrig zu
halten. Vor allem Kinder und Jugendliche verdanken
soziokulturellen Einrichtungen ihren ersten Zugang zu dem
Erfahrungsraum, den allein Kunst und Kultur schaffen. Auch mit
Blick auf die aktuelle bildungspolitische Debatte gilt es
festzuhalten: Es gibt keine Alternative zu den Künsten – die
rein intellektuell erworbene Einsicht wird den Anteil der
sinnlichen Wahrnehmung und des Spielerischen niemals aufwiegen
können.
Die Institutionen und Projekte der
Soziokultur sind, im Vergleich zu manchen Tankern der
»Hochkultur«, die wendigen Lotsen des Kulturbetriebs. Ihr
konzeptioneller Ansatz und ihre Organisationsformen erlauben
es ihnen, in besonderem Maße zielgruppenorientiert zu
arbeiten. Die soziokulturelle Szene verfügt zudem über eine
besondere Sensibilität und Offenheit für neue
gesellschaftliche Themen. Und sie fördert die aktive
Auseinandersetzung mit Kultur, die je eigene Gestaltung
kreativer Prozesse. Die Bedeutung dieses Aspekts der
Partizipation ist nicht zu unterschätzen, gerade in einer
Medien- und Informationsgesellschaft, die Kultur allzu oft mit
großem Event und passivem Konsum gleichsetzt.
Auszug aus der Preisrede der
Staatsministerin a.D. Ilse Brusis
Gestatten Sie mir – meine Damen und Herren –
abschließend auch eine kulturpolitische Anmerkung. Viele von
uns haben im vergangenen Jahr mit Sorge die Arbeit der
Föderalismuskommission beobachtet und die leidige
Entflechtungsdebatte verfolgt. Wir wissen, dass wir in
etlichen Bereichen der Politik zu einer neuen
Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden kommen
müssen. Aber wir wissen auch, dass Zuständigkeitsegoismus im
Kulturbereich ein falscher Weg ist. Was wäre aus dem Projekt »games«
geworden, das wir heute mit dem Innovationspreis Soziokultur
auszeichnen, wenn es nicht außerhalb kulturpolitischer
Zuständigkeiten die Möglichkeit kooperativer Förderungspolitik
gäbe, die diesem Grundsatzstreit entzogen ist? Die Stiftungen
des Bundes und der Länder, aber auch der Fonds Soziokultur und
die anderen Bundeskulturfonds werden vor diesem Hintergrund
immer wichtiger, um im Interesse der Kunst und der Menschen
Kulturförderung an Projekten orientiert zu betreiben. Wir
brauchen in der Kulturförderpolitik die Verflechtungen
zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Die Ausstellung »games«
hat bewiesen, dass »Kooperation als Strukturprinzip der
Kulturförderung« lebendig bleibt und zu ausgezeichneten
Ergebnissen führt.
Ich gratuliere allen Preisträgern herzlich
zum Innovationspreis Soziokultur.
|