In Frankreich tobt seit einiger Zeit eine Identitätsdebatte . Von Präsident Nicolas Sarkozy noch vor dem Schweizerischen Referendum über Minarette angestoßen, hat sich als erste die rechtsradikale Front National des Themas bemächtigt und Ängste und Ressentiments geschürt – damit ist die Debatte endgültig aus dem Ruder gelaufen. Dabei sollte es doch um den Dreiklang Region – Nationalstaat – Europa gehen. Unpassend dazu hat jetzt im Pariser Musée de l’histoire et des cultures de l’immigration eine Ausstellung zur Geschichte der maghrebinischen Zuwanderer zu sehen. Die Zeitspanne reicht vom 19. Jahrhundert und Napoleon III bis heute und zeigt, dass die Maghrebiner nicht nur seit langem in Frankreich leben, sondern auch Kultur und Alltag mitgeprägt haben.
