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Musikalität
Kino – Film – Musik: das waren die Stichworte am Anfang, sie sind es auch zum Schluss. Lassen Sie mich noch einmal an den Filmkomponisten Zimmer erinnern. Als er im weiteren Verlauf des Gesprächs gefragt wurde, gelangt er zu einer Einsicht, die die Wechselbeziehung zwischen Öffnen und Schließen, von der hier die Rede war, auf einen Punkt bringt, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Spiegel:„ Viele Leute halten sich für unmusikalisch. Sind sie dann mit musikalischen Mitteln überhaupt zu erreichen?
Zimmer:„ Gegen gut gemachte Musik kann sich niemand wehren – sie zielt direkt auf die Seele. Mit Musikalität hat das nichts zu tun.“
Spiegel: „Empfinden Sie es als magischen Moment, wenn sich ein Gefühl, das Sie mit Musik ausdrücken, tatsächlich überträgt?“
Zimmer: „Absolut. Das ist der ultimative Test. Man spielt jemandem etwas vor, und entweder es bewegt ihn, oder es bewegt ihn nicht“.
Anmerkungen
1 „Ich pirsche mich ans Publikum an“, Interview mit dem Filmkomponisten Hans Zimmer, In: Der Spiegel 31/2003. S. 142.
2 V. Goethe, J.W..: Einleitung zu Th. Carlyle. Leben Schillers. 1830.
3 Huntington, S.P.: Der Kampf der Kulturen : die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. 6. Aufl., München, 1997.
4 Taylor, Ch.: Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung. Mit einem Beitrag von Jürgen Habermas. Frankfurt/M. 1993.
5 vgl. Rychen D.S. & Salganik L.H. (Eds.). (2003). Key Competencies for a Successful Life and a Well-Functioning Society. Göttingen : Hogrefe & Huber Publishers.
Rainer Treptow ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Auf dem Kongress führt er die Podiumsdiskussion „Kulturelle Strategien und soziale Ausgrenzung. Was kann Kulturarbeit leisten?“ ein.
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Schlagworte: Ausgrenzung, Bildung, Diversity, Integration, Kultur für alle, Kulturelle Bildung, Kulturelle Teilhabe, Partizipation, Respekt
