Armut

Ausgrenzung – auch eine Frage der Kulturpolitik?

Montag, 5. Juli 2010

In seinem Eröffnungsvortrag zur Tagung „Shortcut Europe“ erinnert Max Fuchs an die Versprechungen der Moderne und wagt einen Blick in die Realität. (weiterlesen…)

Exklusion und römische Dekadenz

Mittwoch, 9. Juni 2010

Alle seriösen Studien kommen zu dem Ergebnis, schreibt der Politikwissenschaftler und Journalist Andreas M. Bock, „dass es sich bei dem beklagten Leistungsmissbrauch weder um ein Massenphänomen handelt noch der Sozialstaat dadurch finanziell ausgezehrt wird“. Vielmehr lenkten die Klagen über den Sozialmissbrauch von einem „extensiveren Missbrauch in den höheren Etagen der Gesellschaft“ ab. Bock zitiert dabei seinen Kollegen Christoph Butterwege. Den ganzen Artikel lesen

Unsichere Zeiten

Donnerstag, 20. Mai 2010

Exklusion ist nicht nur eine Sache des Arbeitsmarktes, meint Martin Kronauer. Exklusion ist ein schleichender Prozess. Sie trifft auch den Bürgerstatus und die Teilhabe an Kultur und Bildung.

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Existenzminimum sichern

Montag, 17. Mai 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat über Hartz IV entschieden. Aber missverständliche Formulierungen könnten die politische Ebene ermuntern, die bisherige Linie fortzusetzen, statt die Aufträge des Gerichts für die Zukunft umzusetzen, meint die Duisburger Juristin Helga Spindler . Deshalb kommt es jetzt darauf an, gesichertes Datenmaterial zur Hartz-IV-Wirklichkeit zu sammeln.  Weiterlesen

Soziale Ausgrenzung

Montag, 17. Mai 2010

Anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung lädt das  Centre for Parliamentary Studies am 29. Juni zu einem internationalen Symposion nach Brüssel. Themen sind u.a. das neue Kommissionspapier “Europa 2020” und Fragen der Armutsbekämpfung in europäischen Rahmen:  Abstract and Programme

Hartz IV – ein Erfolg?

Samstag, 8. Mai 2010

Exklusion und Inklusion am Beispiel Hartz IV: Im DeutschlandRadio Kultur diskutierten Claudia Bogedan mit Dr. Ulrich Schneider, Parlamentarischer Wohlfahrtsverband, Holger Schäfer, IW und Dr. Petra Kupka, IAB, über Probleme der Hartz-Reformen und Anforderungen an eine nachhaltige und würdige Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose. Den vollständigen Beitrag der Sendung Wortwechsel vom 05.02.2010 können Sie hier nachhören

Fakten, Fakten, Fakten (3)

Freitag, 7. Mai 2010

Der Kongress Shortcuts 2010 ist Teil der EU-Initiative 2010 zu Fragen der sozialen Inklusion, der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Unter dem Titel „Fakten, Fakten, Fakten“ stellen wir unregelmäßig Daten zur zunehmenden sozialen Spaltung in der Gesellschaft zusammen. Frage nicht nur an die Kulturpolitik und Kulturarbeit: wie dagegen anzusteuern. Diesmal: Lebensbedingungen in Europa und die Quoten für Armut und Reichtum in Deutschland.

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Mehr als Kulturlobbyismus

Montag, 26. April 2010

Kulturpolitik verliert ihre sozialstrukturelle Basis, meint Norbert Sievers, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft. In Zukunft ist mehr als nur Kulturlobbyismus notwendig.

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Der das Gras wachsen hört

Montag, 19. April 2010

Zu den Lieblingszitaten von Jean Ziegler, dem Schweizer Soziologen und Menschenrechtsaktivisten, gehört der Satz „Um die Menschen zu lieben, muss man sehr stark hassen, was sie unterdrückt“. Seine Interpretation: Jean Paul Sartre spricht hier von „was“ und nicht von „wem“, denn es geht nicht um einzelne Schreibtischtäter, sondern um das System. Auch Kritiker gestehen Ziegler zu, dass er – so ein Zitat von Karl Kraus – „öfter über das Ziel hinaus, aber selten daneben schießt“. Ein Porträt von Ziegler finden Sie hier

Ill Fares the Land

Donnerstag, 15. April 2010

In seinem neuen Buch beklagt der britische Historiker Tony Judt die zunehmend gewachsene soziale Ungleichheit – vor allem in Großbritannien. „Etwas ist mit unserer Lebensart völlig schief gelaufen“, schreibt er. „Seit 30 Jahren erklären wir die egoistische Durchsetzung von materialistischem Eigennutz zur Tugend. Jetzt sind wir die Folgen dieser Einstellung für unser Gemeinwesen konfrontiert. Wir wissen, was Dinge kosten, aber nicht, was sie wert sind. Wir fragen nicht mehr bei einem Gerichtsurteil oder bei einem neuen Gesetz: ist es gut? Ist es gerecht? Ist es richtig? Hilft e suns in unserem Bemühen um eine bessere Gesellschaft? Das waren einst die politischen Fragen, auch wenn sie nicht einfach zu beantworten waren und sind. Wir müssen lernen, sie wieder zu stellen.“ Und: „Es gibt viel, worüber man zornig sein kann: die wachsende Ungleichheiten von Wohlstand und Chancen; Ungerechtigkeiten zwischen Klassen und Kasten; ökonomische Ausbeutung zu Hause und anderswo; Korruption und Geld und Privilegien, die die Arterien der Demokratie verstopfen. Aber es wird nicht länger ausreichen, die Mängel des Systems zu identifizieren und sich dann wie Pilatus ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu entziehen.” Das erste Kapitel von „Ill Fares the Land” können Sie online lesen.