Angesichts des Bedeutungsverlust der Hochkultur ist die Zeit vielleicht reif für die Durchsetzung des Prinzips Soziokultur, meint Birgit Mandel. (weiterlesen…)
Ausgrenzung
Kultur ohne Grenzen
Mittwoch, 21. April 2010Der das Gras wachsen hört
Montag, 19. April 2010Zu den Lieblingszitaten von Jean Ziegler, dem Schweizer Soziologen und Menschenrechtsaktivisten, gehört der Satz „Um die Menschen zu lieben, muss man sehr stark hassen, was sie unterdrückt“. Seine Interpretation: Jean Paul Sartre spricht hier von „was“ und nicht von „wem“, denn es geht nicht um einzelne Schreibtischtäter, sondern um das System. Auch Kritiker gestehen Ziegler zu, dass er – so ein Zitat von Karl Kraus – „öfter über das Ziel hinaus, aber selten daneben schießt“. Ein Porträt von Ziegler finden Sie hier
Kultur öffnet Welten?
Donnerstag, 15. April 2010Einen weiten Bogen spannt Rainer Treptow, um über die Weltsprachen von Kino, Film und Musik kulturelle Ein- und Ausschlussmechanismen zu thematisieren.
Inklusionsfest NRW: Bessere Bildung für alle
Donnerstag, 15. April 2010Am Mittwoch, den 5.Mai lädt die Elterninitiative „Eine Schule für alle“ zum „Inkluisionsfest NRW“ nach Düsseldorf. Unter dem Motto „Wir feiern die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung – Wir feiern für ein inklusives Bildungssystem – Wir lassen uns nicht mehr überhören!“ Der 5. Mai ist der Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Neben politischen Statements gibt es Rock und Rap für Kinder (Pelemele, Meditias) und jede Menge musikalische Jugendpower aus allen Ecken Nordrhein-Westfalens. Die Initiative kämpft seit mehr als 25 Jahren für Integration von behinderten Kindern in den „normalen“ Schulunterricht. Sie ist auch Teil eines breiten Bündnisses, das eine Kampagne gegen die soziale Selektion im Bildungssystem gestartet hat. Mehr Informationen
Journalistenpreis für Vielfalt
Donnerstag, 15. April 2010Am 29. April gibt die Jury des EU Journalistenpreis „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ 2009 die Namen der europäischen Preisträger bekannt, die sie aus den nationalen Gewinnern auswählt. Für Deutschland im Rennen sind Kathrin Löther (Süddeutsche Zeitung) und Miriam Christina Opresnik (Hamburger Abendblatt). Ein Sonderpreis ist für Beiträge ausgeschrieben, die sich mit dem Verhältnis von Armut und Diskriminierung beschäftigen. Zeitgleich wird der Wettbewerb 2010 ausgelobt. Mehr Informationen
Ill Fares the Land
Donnerstag, 15. April 2010In seinem neuen Buch beklagt der britische Historiker Tony Judt die zunehmend gewachsene soziale Ungleichheit – vor allem in Großbritannien. „Etwas ist mit unserer Lebensart völlig schief gelaufen“, schreibt er. „Seit 30 Jahren erklären wir die egoistische Durchsetzung von materialistischem Eigennutz zur Tugend. Jetzt sind wir die Folgen dieser Einstellung für unser Gemeinwesen konfrontiert. Wir wissen, was Dinge kosten, aber nicht, was sie wert sind. Wir fragen nicht mehr bei einem Gerichtsurteil oder bei einem neuen Gesetz: ist es gut? Ist es gerecht? Ist es richtig? Hilft e suns in unserem Bemühen um eine bessere Gesellschaft? Das waren einst die politischen Fragen, auch wenn sie nicht einfach zu beantworten waren und sind. Wir müssen lernen, sie wieder zu stellen.“ Und: „Es gibt viel, worüber man zornig sein kann: die wachsende Ungleichheiten von Wohlstand und Chancen; Ungerechtigkeiten zwischen Klassen und Kasten; ökonomische Ausbeutung zu Hause und anderswo; Korruption und Geld und Privilegien, die die Arterien der Demokratie verstopfen. Aber es wird nicht länger ausreichen, die Mängel des Systems zu identifizieren und sich dann wie Pilatus ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu entziehen.” Das erste Kapitel von „Ill Fares the Land” können Sie online lesen.
Integratives Wachstum für Roma
Donnerstag, 15. April 2010Die EU hat bekäftigt, dass sie und ihre Mitgliedstaaten tragen eine besondere Verantwortung für die Roma trägt, die in allen Mitgliedstaaten, Kandidatenländern und potenziellen Kandidatenländern leben. In der Charta der Grundrechte sind die Werte festgelegt, auf denen die EU aufbaut. Diese Werte müssen in die Praxis umgesetzt werden, um die Lage der Roma – der größten ethnischen Minderheit in der EU – zu verbessern: „Die vollständige Integration der Roma wird beträchtliche wirtschaftliche Vorteile für unsere Gesellschaften mit sich bringen, insbesondere für die Länder mit rückläufiger Bevölkerung, die es sich nicht leisten können, einen großen Teil ihrer potenziellen Arbeitskräfte auszugrenzen.“ Weitere Informationen
Lovers in the Forest
Donnerstag, 15. April 2010Gerhard Richter, der aktuell berühmteste Künstler der Welt, hat der Düsseldorfer fifty-fifty Galerie einen historischen Kunstdruck auf leichtem Karton aus den 70ern geschenkt, der nach einem Ölbild aus dem Jahre 1966 entstanden ist. Zuvor hatte Richter fiftyfifty bereits 15 handsignierte „Pixel-Arbeiten“ mit dem Titel „20.280“ zum 15ten Geburtstag gespendet. Weitere Infos
Erste Generation
Donnerstag, 15. April 2010Über die Stimmung der ersten Einwanderergeneration in den französischen Vorstädten berichtet der Jopurnalist Tahar Ben Jelloun und stellt fest, dass die jetzt alternden Immigranten sich „im Stich gelassen“ fühlen: „Einige arrangieren sich damit und sind glücklich, andere hoffen nur, dass das Schicksal sie verschont. Dann teilt man ihnen mit, dass ihr Sohn bei einer Schlägerei oder einer Straftat ums Leben gekommen ist, und sie sind stumm.” Weiterlesen
Die neuen Radikalen
Dienstag, 6. April 2010Die Frage, ob Hartz-IV-Empfänger Sozialschmarotzer sind oder nicht, lenkt davon ab, was am anderen Ende der Gesellschaft passiert, meint der Soziologe Michael Hartmann. Denn durch Fakten ist die von der deutschen Intelligenzpresse gerne verbreitete Behauptung der Ausnutzung des deutschen Sozialstaates durch das „Prekariat“ nicht zu belegen. Hartmann: „Die Mittelschichten sollen glauben, mit denen oben in einem Boot zu sitzen. Sloterdijk weitete seinen Begriff der Leistungsträger von Interview zu Interview immer mehr aus, selbst Westerwelle spricht inzwischen von der Krankenschwester, die man in Schutz nehmen müsse gegen die Hartz-IV-Empfänger, die von ihren Steuern lebten.“ Weiterlesen …. .
Artikel »Es gibt sie noch, die feinen Unterschiede«
