Bildung

meine art – deine art

Mittwoch, 31. März 2010

Sisko Zielbauer meint „Es ist normal, anders zu sein“ – ein Ergebnis ihres Jugendkunstschulprojektes „Kunst mittendrin“, das auch für die Zukunft gilt. (weiterlesen…)

Diversity Report 2009

Montag, 22. März 2010

Der Wiener Buchmarktexperte Rüdiger Wischenbart und Miha Kovac, Professor an der Universität von Ljubiljana und Verleger der Mladinska knjiga Gruppe, dem größten Verlagshaus in Südosteuropa, haben den Diversity Report 2009 herausgegeben, der erneut Daten zum Buchmarkt quer durch Europa zusammenstellt und vor allem Übersetzungen und Lesegewohnheiten untersucht. „Vergleiche zwischen den einzelnen Datensätzen“, so die Autoren, „förderten erhebliche Unterschiede im Einzelnen zutage. Entwicklungen und Trends aber erwiesen sich als weitgehend übereinstimmend, insbesondere wenn übergreifende Flüsse von Übersetzungen oder Vergleiche zwischen Ländern und Regionen angestellt wurden. Während Übersetzungsstatistiken gewiss nicht hinreichend für eine Bemessung kultureller Vielfalt im Sinne der UNESCO Deklaration von 2001 sind, sind sie doch ein wichtiger Indikator.“ Jedenfalls dominiert Englisch den Markt der Übersetzungen mit rund 60 Prozent. Mit Abstand folgen Deutsch und Französisch als Nr. 2 und 3. Am Rande interessant: in Osteuropa liegt der Anteil der englischen Übersetzungen deutlich niedriger.

Europa 2020

Sonntag, 21. März 2010

Der Anteil der Schulabbrecher soll in Europa  auf unter 10 % abgesenkt werden, mindestens 40 % der jüngeren Generation sollen einen Hochschulabschluss erreichen, daneben soll die Zahl der armutsgefährdeten Personen um 20 Millionen sinken. Das sind nur drei der Ziele, die die Europäische Kommission in ihrer Mitteilung “EUROPA 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum” ansteuert. Damit soll in der EU insgesamt ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum untermauert werden. EUROPA 2020 folgt der umstrittenen „Lissabon-Strategie“ Lissabon-Strategie , die 2000 von den europäischen Regierungschefs auf den Weg gebracht worden war. Kommissionschef José Manuael Barroso zu den Gründen des erneuten „Aufbruchs“: „Die Krise ist ein Weckruf. Wir müssen erkennen: ein „Weiter so wie bisher“ würde uns in der neuen Weltordnung schrittweise in die Zweitrangigkeit zurückfallen lassen. Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit für Europa. Jetzt ist die Zeit für entschlossenes und ambitioniertes Handeln.“

Zu blöd für Bildung

Freitag, 19. März 2010

Am Umgang mit Minderheiten macht sich die Qualität eines modernen Gemeinwesens aus. Aus Minderheiten können schon einmal Mehrheiten werden, wenn sich Deutschlands führende Medien wie Bild, FAZ oder Spiegel online mit der Qualität deutscher Schulabgänger befassen. So schlagzeilten sie Anfang März: “Jeder zweite Schulabgänger ‘nicht ausbildungsreif’” und bezogen sich dabei angeblich auf den Entwurf des “Berufsbildungsberichts 2010″ der Bundesregierung. Das Gute an der Meldung: seit 2005 soll der Anteil der „nicht ausbildungsreifen“ gefallen sein. Tatsächlich ist die Zuordnung „ nicht ausbildungsreif“ äußerst schwammig. Ein Sprecher des zuständigen Bundesministeriums für Bildung und Forschung erklärte, wenn man darunter “gar keinen Schulabschluss schaffen” verstehe, liege der Wert seit Jahren bei rund 8%. Mehr zu diesem exemplarischen Fall ist hier nachzulesen.

Eine Schule für alle

Mittwoch, 17. März 2010

Sieben Gründe für die Integration behinderter Kinder nennt der Elternverein mittendrin e.V.” auf seiner Website. Die Initiative kämpft seit 2006 für ihre Ziele. Zunächst ging es nur darum, den Kongress „Eine Schule für Alle.” zu veranstalten, der erstmals im November 2007 an der Universität zu Köln statt fand. Vom 12. – 14. März 2010 wurde er zum zweiten Mal organisiert. Denn immer noch gibt es viel zu tun. „Wer für sein Kind Integration will, muss kämpfen“, fasst der Verein prägnant seine Erfahrungen zusammen und kämpft. Als „besonders bedrückend“ erlebten seine Mitglieder dabei den Kontakt zur Verwaltung , als „ernüchternd“ die Gespräche mit Politikern. Für die sei mehr Integration zwar stets wünschenswert, werde dann aber als zu teuer abgetan. Auf dem aktuellen Kongress beklagte denn auch Professor Vernor Muñoz Villalobos, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, die „Asymmetrie zwischen Worten und Umsetzung“ etwa der Schulpolitik des Landes NRW. Das individuelle Recht auf Inklusion sei ein unveräußerliches Menschenrecht.” Es sei zu gewähren . Auch mit anderen schulpolitischen Winkelzügen, die UN-Konvention zu umgehen, räumte Muñoz auf. Die besonders in Bayern und Baden-Württemberg von den Regierungen propagierten Außen- und Kooperationsklassen hätten mit Inklusion nichts zu tun. Ab dem 18. März starten bundesweit drei Kinospots, die für die Idee einer „Schule für alle“ werben wollen. Ihre Themen:  Schulchor , Superhelden und  Der Vertrauenslehrer .

Mit Kindertrage, Rucksack und Spazierstock

Dienstag, 9. März 2010

Kirsten Reckeweg über Best practice der Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche in Norwegen. (weiterlesen…)

Es gibt sie noch, die feinen Unterschiede

Montag, 1. März 2010

Kultur und Bildung sind keine herrschaftsfreien Räume. Das Programm „Kultur für alle“ berührt gesellschaftliche Machtinteressen, für eine Umsetzung solcher Forderungen muss man kämpfen, meint Elitenforscher Michael Hartmann. Zugleich hat sich die Kultur der Eliten pluralisiert. (weiterlesen…)

Fakten, Fakten, Fakten (2)

Mittwoch, 24. Februar 2010

Der Kongress Shortcuts 2010 ist Teil der EU-Initiative 2010 zu Fragen der sozialen Inklusion, der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Unter dem Titel „Fakten, Fakten, Fakten“ stellen wir unregelmäßig Daten zur zunehmenden sozialen Spaltung in der Gesellschaft zusammen. Frage nicht nur an die Kulturpolitik und Kulturarbeit: wie dagegen anzusteuern. Diesmal: Daten zum Schulsystem in Deutschland. (weiterlesen…)

Kulturelle Teilhabe und kulturelle Bildung

Mittwoch, 17. Februar 2010

Kulturelle Bildung ist die Voraussetzung für eine Teilhabe an Kunst, meint Max Fuchs, Präsident des Deutschen Kulturrats, und gibt fünf Handlungsempfehlungen. (weiterlesen…)

Mythos Kultur für alle

Samstag, 6. Februar 2010

Es ist Zeit, den Gründungszusammenhang der „Neuen Kulturpolitik“ wieder in den Mittelpunkt der kulturpolitischen Diskussion zu rücken, meint Uli Glaser. (weiterlesen…)