Elite

Elite weg, Geld da

Dienstag, 8. Juni 2010

„Die traditionellen europäischen Eliten waren relativ homogene Milieus, die sich durch eine bestimmte Kultur, Erziehung und soziales Benehmen auszeichneten. Dank dieser elitären Kultur unterschieden sie sich von der Masse. Wer zur Elite gehörte, konnte anhand von Sprache und Umgangsformen leicht identifiziert werden. Derart homogene Milieus können in unserer Zeit meiner Meinung nach nicht mehr entstehen.“, meint Kulturphilosoph Boris Groys in einem Interview mit Thomas Köster. Trotz alledem hofft er als guter Kulturmensch auf die Kunst: „Die heutige Kunst versucht, Gegenprozesse und Gegenmodelle der Kooperation in Gang zu setzen, die soziale Alternativen aufzeigen: Das ist hier viel wichtiger, als einzelne Kunstwerke zu schaffen.“ Denn: „Unsere Gesellschaft ist leider so organisiert, dass in ihr nicht Wissen und Sprache, sondern Geld die entscheidende Rolle spielt.“ Das ganze Gespräch  lesen

Mehr als Kulturlobbyismus

Montag, 26. April 2010

Kulturpolitik verliert ihre sozialstrukturelle Basis, meint Norbert Sievers, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft. In Zukunft ist mehr als nur Kulturlobbyismus notwendig.

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Die neuen Radikalen

Dienstag, 6. April 2010

Die Frage, ob Hartz-IV-Empfänger Sozialschmarotzer sind oder nicht, lenkt davon ab, was am anderen Ende der Gesellschaft passiert, meint der Soziologe Michael Hartmann. Denn durch Fakten ist die von der deutschen Intelligenzpresse gerne verbreitete Behauptung der Ausnutzung des deutschen Sozialstaates durch das „Prekariat“ nicht zu belegen. Hartmann: „Die Mittelschichten sollen glauben, mit denen oben in einem Boot zu sitzen. Sloterdijk weitete seinen Begriff der Leistungsträger von Interview zu Interview immer mehr aus, selbst Westerwelle spricht inzwischen von der Krankenschwester, die man in Schutz nehmen müsse gegen die Hartz-IV-Empfänger, die von ihren Steuern lebten.“  Weiterlesen …. .
Artikel »Es gibt sie noch, die feinen Unterschiede«

Es gibt sie noch, die feinen Unterschiede

Montag, 1. März 2010

Kultur und Bildung sind keine herrschaftsfreien Räume. Das Programm „Kultur für alle“ berührt gesellschaftliche Machtinteressen, für eine Umsetzung solcher Forderungen muss man kämpfen, meint Elitenforscher Michael Hartmann. Zugleich hat sich die Kultur der Eliten pluralisiert. (weiterlesen…)