Eurobarometer

Neun von zehn

Freitag, 1. Januar 2010

Neun von zehn Europäern betrachten Armut im eigenen Land als großes Problem und wollen, dass ihre Regierung etwas dagegen unternimmt, so eine Erhebung von Eurostat. Fast 80 Millionen Menschen in der EU leben unterhalb der Armutsgrenze und sind bei Arbeit, Bildung, Wohnen, sozialen und finanziellen Dienstleistungen ernsthaft benachteiligt; das entspricht rund 16 Prozent der Bevölkerung insgesamt. Als „gesellschaftliche“ Gründe für das Entstehen von Armut nennt das Eurobarometer am häufigsten Arbeitslosigkeit (52 %) und zu niedrige Löhne (49 %) genannt. Im Ranking folgen unzureichende Sozialleistungen und Renten (29 %), zu hohe Preise für angemessenen Wohnraum (26 %). 37 % der Befragten glauben, dass eine fehlende schulische und berufliche Bildung sowie „ererbte“ Armut (25 %) und Suchtkrankheiten (23 %) die wichtigsten „individuellen“ Gründe für Armut sind. Übrigens: Vor zehn Jahren gelobten die Staats- und Regierungschefs der EU, „die Beseitigung der Armut [bis 2010] entscheidend voranzubringen“.
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Weitere Informationen MEMO/09/480
Die Eurobarometer-Erhebung: PDF
Das Europäische Jahr gegen Armut www.ec.europa.eu