Europa

Theater und Migration

Mittwoch, 21. April 2010

Am 24. und 25.Juni veranstaltet das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Comedia Theater Köln ein Symposion zum Thema „Theater und Migration. Herausforderung und Auftrag für die Kulturgesellschaft“. Zum Auftakt wird Shermin Langhoff (Berlin) zum Thema „Warum wir kein Migranten-Theater brauchen“ sprechen und Prof. Dr. Susanne Keuchel (Bonn) Erkenntnisse der Kulturforschung zu „Kulturellen Identitäten“ vorstellen. Weitere Referenten: Dr. Mark Terkessidis (Berlin), Prof. Dr. Birgit Mandel (Hildesheim), Jutta Staerk, Lale Konuk, Fatih Cevikollu, Prof. Dr. Gerard Lidstone (London), Dr. Bernd Wagner (Bonn), Roberto Ciulli (Mülheim) u.a. Weitere Informationen

Journalistenpreis für Vielfalt

Donnerstag, 15. April 2010

Am 29. April gibt die Jury des EU Journalistenpreis „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung“ 2009 die Namen der europäischen Preisträger bekannt, die sie aus den nationalen Gewinnern auswählt. Für Deutschland im Rennen sind Kathrin Löther (Süddeutsche Zeitung) und Miriam Christina Opresnik (Hamburger Abendblatt). Ein Sonderpreis ist für Beiträge ausgeschrieben, die sich mit dem Verhältnis von Armut und Diskriminierung beschäftigen. Zeitgleich wird der Wettbewerb 2010 ausgelobt. Mehr  Informationen

Ill Fares the Land

Donnerstag, 15. April 2010

In seinem neuen Buch beklagt der britische Historiker Tony Judt die zunehmend gewachsene soziale Ungleichheit – vor allem in Großbritannien. „Etwas ist mit unserer Lebensart völlig schief gelaufen“, schreibt er. „Seit 30 Jahren erklären wir die egoistische Durchsetzung von materialistischem Eigennutz zur Tugend. Jetzt sind wir die Folgen dieser Einstellung für unser Gemeinwesen konfrontiert. Wir wissen, was Dinge kosten, aber nicht, was sie wert sind. Wir fragen nicht mehr bei einem Gerichtsurteil oder bei einem neuen Gesetz: ist es gut? Ist es gerecht? Ist es richtig? Hilft e suns in unserem Bemühen um eine bessere Gesellschaft? Das waren einst die politischen Fragen, auch wenn sie nicht einfach zu beantworten waren und sind. Wir müssen lernen, sie wieder zu stellen.“ Und: „Es gibt viel, worüber man zornig sein kann: die wachsende Ungleichheiten von Wohlstand und Chancen; Ungerechtigkeiten zwischen Klassen und Kasten; ökonomische Ausbeutung zu Hause und anderswo; Korruption und Geld und Privilegien, die die Arterien der Demokratie verstopfen. Aber es wird nicht länger ausreichen, die Mängel des Systems zu identifizieren und sich dann wie Pilatus ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu entziehen.” Das erste Kapitel von „Ill Fares the Land” können Sie online lesen.

Integratives Wachstum für Roma

Donnerstag, 15. April 2010

Die EU hat bekäftigt, dass sie und ihre Mitgliedstaaten tragen eine besondere Verantwortung für die Roma trägt, die in allen Mitgliedstaaten, Kandidatenländern und potenziellen Kandidatenländern leben. In der Charta der Grundrechte sind die Werte festgelegt, auf denen die EU aufbaut. Diese Werte müssen in die Praxis umgesetzt werden, um die Lage der Roma – der größten ethnischen Minderheit in der EU – zu verbessern: „Die vollständige Integration der Roma wird beträchtliche wirtschaftliche Vorteile für unsere Gesellschaften mit sich bringen, insbesondere für die Länder mit rückläufiger Bevölkerung, die es sich nicht leisten können, einen großen Teil ihrer potenziellen Arbeitskräfte auszugrenzen.“ Weitere  Informationen

Gegen Diskriminierung

Montag, 29. März 2010

Noch bis zum 19.Mai können allerdings nur nationale Behörden der EU-Kommission Vorschläge zur Bekämpfung von Diskriminierungen und der Förderung der Gleichstellung einreichen. In ihrem  Rundruf betont die Kommission erneut: „Das Recht auf Schutz vor Diskriminierung ist ein Grundrecht, das für das ordnungsgemäße Funktionieren jeder demokratischen Gesellschaft unabdingbar ist. Mit der Aufnahme von Artikel 19 in den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union wurde die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union in diesem Bereich gestärkt. Durch Artikel 19 werden der EU spezifische Befugnisse übertragen, die es ihr erlauben, geeignete Vorkehrungen zu treffen, um Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen.

Keine Alternative zur Aufklärung

Montag, 29. März 2010

Antisemitismus ist wahrscheinlich die bisher erfolgreichste der kulturellen Strategien zur sozialen Ausgrenzung von Minderheiten. In ihm verbinden sich soziale und religiöse Vorurteile zu einer antimodernen Weltanschauung. Zugleich ist er ein fester Teil der deutschen Kulturgeschichte, meint der Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn. (weiterlesen…)

Diversity Report 2009

Montag, 22. März 2010

Der Wiener Buchmarktexperte Rüdiger Wischenbart und Miha Kovac, Professor an der Universität von Ljubiljana und Verleger der Mladinska knjiga Gruppe, dem größten Verlagshaus in Südosteuropa, haben den Diversity Report 2009 herausgegeben, der erneut Daten zum Buchmarkt quer durch Europa zusammenstellt und vor allem Übersetzungen und Lesegewohnheiten untersucht. „Vergleiche zwischen den einzelnen Datensätzen“, so die Autoren, „förderten erhebliche Unterschiede im Einzelnen zutage. Entwicklungen und Trends aber erwiesen sich als weitgehend übereinstimmend, insbesondere wenn übergreifende Flüsse von Übersetzungen oder Vergleiche zwischen Ländern und Regionen angestellt wurden. Während Übersetzungsstatistiken gewiss nicht hinreichend für eine Bemessung kultureller Vielfalt im Sinne der UNESCO Deklaration von 2001 sind, sind sie doch ein wichtiger Indikator.“ Jedenfalls dominiert Englisch den Markt der Übersetzungen mit rund 60 Prozent. Mit Abstand folgen Deutsch und Französisch als Nr. 2 und 3. Am Rande interessant: in Osteuropa liegt der Anteil der englischen Übersetzungen deutlich niedriger.

Europa 2020

Sonntag, 21. März 2010

Der Anteil der Schulabbrecher soll in Europa  auf unter 10 % abgesenkt werden, mindestens 40 % der jüngeren Generation sollen einen Hochschulabschluss erreichen, daneben soll die Zahl der armutsgefährdeten Personen um 20 Millionen sinken. Das sind nur drei der Ziele, die die Europäische Kommission in ihrer Mitteilung “EUROPA 2020 – Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum” ansteuert. Damit soll in der EU insgesamt ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum untermauert werden. EUROPA 2020 folgt der umstrittenen „Lissabon-Strategie“ Lissabon-Strategie , die 2000 von den europäischen Regierungschefs auf den Weg gebracht worden war. Kommissionschef José Manuael Barroso zu den Gründen des erneuten „Aufbruchs“: „Die Krise ist ein Weckruf. Wir müssen erkennen: ein „Weiter so wie bisher“ würde uns in der neuen Weltordnung schrittweise in die Zweitrangigkeit zurückfallen lassen. Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit für Europa. Jetzt ist die Zeit für entschlossenes und ambitioniertes Handeln.“

Menschenwürde & Kulturpolitik

Montag, 8. März 2010

„Ethik und Menschenrechte in der Kulturpolitik“ ist eine neue Rubrik des Compendium “Europäische Kulturpolitik”, das von Europarat und ERICarts Europäisches Institut für vergleichende Kulturforschung geführt wird. Damit soll die Aufmerksamkeit auf diese Themen auch im kulturellen Kontext gelenkt und vor allem die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihnen befördert werden. Dabei sind sich die Initiatoren durchaus bewusst, dass damit auch kontroverse Sichtweisen angesprochen sind, etwa die unterschiedliche Gewichtung bei Fragen der Freiheit von Religion, Kunst und Presse, wie sie etwa beim Dänisch-muslimischen Karikaturenstreit zum Ausdruck kam. Davon berührt ist auch der Minderheitenschutz. Zu den „ Basics“ der Debatte zählt das Compendium die Europäische Konvetion der Menschenrechte, die Europäische Sozialcharta, die Europäische Konvention gegen Folter und unmenschliche und herabwürdige Bestrafung, die Europäische Konvention zum Schutz von Minderheiten und die Europäische Charta zum Schutz der Sprache von Regional- und Minderheitensprachen.

Kunst gegen Obdachlosigkeit

Donnerstag, 4. März 2010

Die Düsseldorfer Straßenzeitung fiftyfifty feiert ihr fünfzehnjähriges Jubiläum. Die ihr angeschlossene fiftyfifty Kunstgalerie feiert mit. Die Macher sehen ihr Engagement nicht nur karitativ. (weiterlesen…)