Ungleichheit

Hartz IV – ein Erfolg?

Samstag, 8. Mai 2010

Exklusion und Inklusion am Beispiel Hartz IV: Im DeutschlandRadio Kultur diskutierten Claudia Bogedan mit Dr. Ulrich Schneider, Parlamentarischer Wohlfahrtsverband, Holger Schäfer, IW und Dr. Petra Kupka, IAB, über Probleme der Hartz-Reformen und Anforderungen an eine nachhaltige und würdige Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose. Den vollständigen Beitrag der Sendung Wortwechsel vom 05.02.2010 können Sie hier nachhören

Kultur ohne Grenzen

Mittwoch, 21. April 2010

Angesichts des Bedeutungsverlust der Hochkultur ist die Zeit vielleicht reif für die Durchsetzung des Prinzips Soziokultur, meint Birgit Mandel. (weiterlesen…)

Ill Fares the Land

Donnerstag, 15. April 2010

In seinem neuen Buch beklagt der britische Historiker Tony Judt die zunehmend gewachsene soziale Ungleichheit – vor allem in Großbritannien. „Etwas ist mit unserer Lebensart völlig schief gelaufen“, schreibt er. „Seit 30 Jahren erklären wir die egoistische Durchsetzung von materialistischem Eigennutz zur Tugend. Jetzt sind wir die Folgen dieser Einstellung für unser Gemeinwesen konfrontiert. Wir wissen, was Dinge kosten, aber nicht, was sie wert sind. Wir fragen nicht mehr bei einem Gerichtsurteil oder bei einem neuen Gesetz: ist es gut? Ist es gerecht? Ist es richtig? Hilft e suns in unserem Bemühen um eine bessere Gesellschaft? Das waren einst die politischen Fragen, auch wenn sie nicht einfach zu beantworten waren und sind. Wir müssen lernen, sie wieder zu stellen.“ Und: „Es gibt viel, worüber man zornig sein kann: die wachsende Ungleichheiten von Wohlstand und Chancen; Ungerechtigkeiten zwischen Klassen und Kasten; ökonomische Ausbeutung zu Hause und anderswo; Korruption und Geld und Privilegien, die die Arterien der Demokratie verstopfen. Aber es wird nicht länger ausreichen, die Mängel des Systems zu identifizieren und sich dann wie Pilatus ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu entziehen.” Das erste Kapitel von „Ill Fares the Land” können Sie online lesen.

Die neuen Radikalen

Dienstag, 6. April 2010

Die Frage, ob Hartz-IV-Empfänger Sozialschmarotzer sind oder nicht, lenkt davon ab, was am anderen Ende der Gesellschaft passiert, meint der Soziologe Michael Hartmann. Denn durch Fakten ist die von der deutschen Intelligenzpresse gerne verbreitete Behauptung der Ausnutzung des deutschen Sozialstaates durch das „Prekariat“ nicht zu belegen. Hartmann: „Die Mittelschichten sollen glauben, mit denen oben in einem Boot zu sitzen. Sloterdijk weitete seinen Begriff der Leistungsträger von Interview zu Interview immer mehr aus, selbst Westerwelle spricht inzwischen von der Krankenschwester, die man in Schutz nehmen müsse gegen die Hartz-IV-Empfänger, die von ihren Steuern lebten.“  Weiterlesen …. .
Artikel »Es gibt sie noch, die feinen Unterschiede«

Gegen Diskriminierung

Montag, 29. März 2010

Noch bis zum 19.Mai können allerdings nur nationale Behörden der EU-Kommission Vorschläge zur Bekämpfung von Diskriminierungen und der Förderung der Gleichstellung einreichen. In ihrem  Rundruf betont die Kommission erneut: „Das Recht auf Schutz vor Diskriminierung ist ein Grundrecht, das für das ordnungsgemäße Funktionieren jeder demokratischen Gesellschaft unabdingbar ist. Mit der Aufnahme von Artikel 19 in den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union wurde die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union in diesem Bereich gestärkt. Durch Artikel 19 werden der EU spezifische Befugnisse übertragen, die es ihr erlauben, geeignete Vorkehrungen zu treffen, um Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen.

Keine Alternative zur Aufklärung

Montag, 29. März 2010

Antisemitismus ist wahrscheinlich die bisher erfolgreichste der kulturellen Strategien zur sozialen Ausgrenzung von Minderheiten. In ihm verbinden sich soziale und religiöse Vorurteile zu einer antimodernen Weltanschauung. Zugleich ist er ein fester Teil der deutschen Kulturgeschichte, meint der Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn. (weiterlesen…)

Reloaded: Alte Ungleichheiten – neue Spaltungen

Sonntag, 21. März 2010

Die ökonomische Ungleichheit ist auch in der Lebensstilgesellschaft nicht verschwunden, meint der Soziologe Jens Dangschat – erst recht nicht in der kreativen Stadt oder in der kreativen Klasse. (weiterlesen…)

Unglück kommt von Ungleichheit

Montag, 15. März 2010

Nicht Wachstum um jeden Preis, sondern mehr Gleichheit sollte in Zukunft unser Ziel sein, findet Kate Pickett. (weiterlesen…)

Kinderkulturkonto

Dienstag, 9. März 2010

Die  Jugendkunstschule Köln e.V. hat schon seit längerem ein Kinderkulturkonto eingerichtet. Ziel des Spendenkontos: Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten die Teilnahme an ihren Kursen und an Projekten zu ermöglichen. Wahlweise können Kursplätze für bedürftige Kinder und Jugendliche oder die Projektarbeit in sozialschwachen Stadtteilen unterstützt werden. Die Spannweite der Projektangebote reicht von musikalisch-künstlerischer Früherziehung in Kindergärten, über Projekte zur Sprach- und Leseförderung in Schulen, Schulhofgestaltung (z.B. Bau von Wahrnehmungsgärten oder Wandgestaltung), Tanz- oder Theaterprojekte, Anti-Gewalt-Training (Video-, Tanzprojekte) bis zu größeren Stadtteilprojekten mit Schulen, Jugend- oder Bürgerzentren. Für Firmen besteht auch die Möglichkeit, eine Kinderkulturpatenschaft zu übernehmen. Mehr hier unter dem Stichwort Kinderkulturkonto.

Stadtpolitik und soziale Kohäsion

Dienstag, 9. März 2010

Das Modell der europäischen Stadt als Mix aus städtebaulicher Gestaltung, sozialer Integration und wirtschaftlicher Dynamik ist gefährdet, meint Jürgen Göddecke-Stellmann. (weiterlesen…)