Im Jahr 2025 hat der Fonds Soziokultur in vier Förderprogrammen insgesamt 3,9 Mio. Euro weitergereicht. Bewilligt wurden die Mittel durch das ehrenamtliche Kuratorium. Aus 2024 nicht fortgeführt werden konnte das Programm „Techlab: Soziokultur“ zur Nutzung digitaler Technologien mit gesellschaftlicher Wirkung.

Der Fonds Soziokultur konnte in 2025 das erst zwei Jahre alte Programm „Profil: Soziokultur“ erneut ausschreiben, ein wichtiges Signal zur Stabilisierung in unwägbaren Zeiten. Vorwegnahme für 2026: Angesichts der erheblichen Kürzung um rund 1 Mio. Euro ist es in diesem Jahr nicht mehr gelungen, „Profil: Soziokultur“ fortzusetzen.

Die stärkste Fördersäule „Allgemeine Projektförderung“ (66 % der Fördermittel) steht als langjähriges Programm für eine große Bandbreite an Beteiligung in der Kulturarbeit, möglich ist eine anteilige Förderung von bis zu 30.000 Euro. 

„Profil: Soziokultur“ (26 %) unterstützt mit gleicher Förderhöhe notwendige Prozesse der Organisationsentwicklung und Profilbildung, für die gerade im Alltag kleiner Einrichtungen keine Zeit und Finanzierung vorhanden ist. 

Mit „Cultural Bridge“ (5,4 %) setzt der Fonds Soziokultur seine Kooperation mit sechs weiteren Stakeholdern auf UK-Seite fort, um den bilateralen Austausch im Feld „socially engaged arts“ zu stärken. 

Mit „U25 – Junge Kulturinitiativen“ (2,6 %) werden 18- bis 25-Jährige mit bis zu 4.000 Euro bei der eigenverantwortlichen Umsetzung erster Kulturprojekte unterstützt.

Nicht zu sehen sind die fantasievollen und zugänglichen Anlässe, die Mitwirkung erst möglich machen und bei denen sich Menschen als Expert*innen für die Kulturgestaltung tatsächlich gemeint fühlen. Die Praxisbeispiele in diesem Magazin geben einen Eindruck von der Realität hinter den statistischen Zahlen. Gesagt sei an dieser Stelle auch, dass bei einer Förderquote von 16,7 % viel zu viele Chancen von Mitwirkung durch die Gesellschaft nicht genutzt werden können.

Positiv formuliert: Jedes geförderte Projekt involviert im Durchschnitt 1.200 Menschen vor Ort, davon rund 80 als aktive Kulturmacher*innen und mehr als 1.100 als Publikum von Präsentationen aller Art.