Themen-Ausschreibungen Sonderprogramm / NEUSTART KULTUR


 

 

Der Fonds Soziokultur e.V. fördert aus Mitteln des BKM-Programms NEUSTART KULTUR in den Jahren 2020/21 mit insgesamt 10 Millionen Euro partizipative Kulturprojekte. Im Rahmen des Sonderprogramms wird es mindestens vier Themenausschreibungen geben. Für weitere Informationen klicken Sie auf die jeweilige Ausschreibung. Die Ausführungen zu den Ausschreibungen sind bewusst kurz gehalten, um der Fülle der thematischen Ausgestaltungsmöglichkeiten Ihrer Projekte möglichst viel Raum zu lassen. Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir für Sie weiter unten auf dieser Seite unter FAQs gesammelt. Für konkrete Fragen rund um die Antragstellung veranstalten wir regelmäßige Onlineberatungen via Zoom. 

 

Ta1: Netzwerke + Neue Schnittstellen

Soziokulturelle Arbeit gelingt in wechselnden Kooperationen und ungewöhnlichen Netzwerken. Die Krise zeigt deutlich die Stärken und Schwächen im eigenen, aber auch in benachbarten Feldern. Gefördert werden Projektträger*innen, die in Kooperation z.B. mit einem oder mehreren öffentlichen Träger(n) und/oder Einrichtungen anderer Bereiche wie Soziales, Bildung, Stadtentwicklung, Digitales etc. Formen der auch ungewohnten Zusammenarbeit in konkreter Praxis erproben.

* Antragsmöglichkeit: vom 01. - 31. Oktober 2020
* Projektstart: ab Anfang Dezember 2020

 

Ta2: Young Experts + Ko-Produktion

Kinder und Jugendliche sind Expert*innen in eigener Sache und sehen andere (Krisen-) Herausforderungen als Erwachsene. In T2 sind Projekte gefragt, in denen Kinder und Jugendliche nicht nur teilnehmen, sondern mitkonzipieren, beraten und produzieren. Kulturelle Bildung wird hier nicht verstanden als Vermittlungsprojekt, sondern als Ko-Produktion. Die Projekte reichen vom Kunstprojekt bis zu soziokultureller „Unternehmensberatung“ durch Kinder, die darauf zielt, die jeweilige Einrichtung mitzugestalten. Öffentliche Sichtbarkeit ist hier besonders relevant.

* Antragsmöglichkeit: 01. - 30. November 2020
* Projektstart: ab Mitte Januar 2021

 

Ta3: Diversität + Inklusion + Vielfalt

Wie gelingt es, das Schlagwort „Diversität“ für die eigene Einrichtung oder Praxis umzusetzen und mit Leben zu füllen? Wer spielt (noch) keine Rolle und warum? Welche beispielhaften Bereiche der eigenen Arbeit können bzw. sollten sich verändern mit Blick auf Personal, Beteiligte sowie Kontaktwege in der Öffentlichkeit? T3 sucht Projekte, die Lücken und Leerstellen der gesellschaftlichen Vielfältigkeit in der eigenen Arbeit hinsichtlich der Bausteine Angebote, Personal oder Kommunikation aufspüren und Schritt für Schritt verändern.

* Antragsmöglichkeit: 04. - 31. Januar 2021
* Projektstart: ab Mitte März 2021

 

Ta4: Digitalität + Soziokultur

Was bedeutet Digitalisierung für Soziokulturelle Arbeit? Gesucht ist die sinnvolle Nutzung der Digitalität etwa für die Sichtbarkeit von Vielfalt, das Mitgestalten, des neuen Storytellings, der passenden Mischung aus real und digital mit neuen Formaten, Teilhabe anderer und ungewöhnlicher Ästhetik.

* Antragsmöglichkeit 01. - 31. März 2021
* Projektstart: ab Mitte Mai 2021

 

FAQ

WAS wird gefördert?
Zeitlich befristete und inhaltlich abgeschlossene partizipative Kulturprojekte, soziokulturelle Projekte, die einen thematischen Bezug zu unseren jeweiligen Themenausschreibungen herstellen.


WER ist antragsberechtigt?
Einrichtungen, Initiativen, Träger, Einzelpersonen und Akteur*innen der Soziokultur, Kulturarbeit, der Kulturellen Bildung, der Medienbildung, Kunst- und Kulturpädagogik aller Rechtsformen, die nicht in öffentlicher Trägerschaft sind. Einrichtungen, die teilweise öffentlich gefördert werden, sind ebenfalls antragsberechtigt. Antragsteller*innen müssen mind. 18 Jahre alt sein.


Was wird NICHT gefördert?

Ausstattungen, Investitionen, reine Kunst- und Kulturveranstaltungen bzw. Vorführungen, rein künstlerische Produktionen, Stipendien, Festivalreihen, laufendes und regelmäßiges Programmangebot von Vereinen und Institutionen, Solokunstprojekte, Ausfallhonorare etc.
Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die weiteren Förderprogramme auf Bundesebene im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Eine Übersicht aller mittelvergebenden Institutionen finden Sie hier.


Wer ist NICHT antragsberechtigt?
Körperschaften des öffentlichen Rechts bzw. Institutionen, die in öffentlicher Trägerschaft sind.


KEINE Doppelförderung
Der Fonds Soziokultur darf keine Projekte unterstützen, die eine Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), von einer von der BKM ständig geförderten Einrichtung (z.B. von Hauptstadtkulturfonds, Stiftung Kunstfonds, Deutscher Literaturfonds, Fonds Darstellende Künste, Stiftung Preußischer Kulturbesitz) oder von der Kulturstiftung des Bundes erhalten.


WIEVIEL kann beantragt werden?
Mindestens 5.000 € und maximal 30.000 €, jedoch nicht mehr als 80% des Gesamtbudgets des beantragten Projekts.


WAS muss im KOSTEN- und FINANZIERUNGSPLAN angegeben werden?

  • Der Kosten- und Finanzierungsplan sollte die gesamten Kosten des Projektes ausweisen
  • Im Kostenplan sollen nur Kosten kalkuliert werden, zu denen es später eine belegbare Geldbewegung geben wird (keine sog. Eigenleistungen wie z.B. ehrenamtliche Arbeit, kostenlose Bereitstellung von eigener Technik, kostenlose Nutzung von Räumen, Sachspenden etc.).
  • Als Eigenanteil dürfen nur Beträge angegeben werden, die später in Euro zum Ausgleich von Ausgaben zur Verfügung stehen (= Geldbewegung).
  • Die Ausgaben sollen zu sinnvollen Kostenpositionen zusammengefasst werden. Bitte ergänzen Sie jedoch in Klammern immer Ihre Kalkulationsgrundlage (z.B. bei Honoraren Anzahl der Personen, Honorarsatz, Kalkulierter Stundenaufwand o.ä.)

Was sind FÖRDERFÄHIGE AUSGABEN?
Grundsätzlich sind alle Ausgaben (außer Investitionen) förderfähig, die später im Projektzusammen in Euro entstehen. Das können sein:

  • Honorarkosten
  • Anteilige Personalkosten von festangestelltem Personal
    • Es muss aufgeschlüsselt werden, mit wie vielen Stunden das Personal für das Projekt freigestellt oder ob der Arbeitsvertrag für die Dauer des Projektes aufgestockt wird
    • Der/Die Antragsteller*in muss im Antrag darüber informieren, ob er/sie für dieses Personal eine institutionelle Förderung erhält. Sind die Personalkosten bereits über eine Regelförderung (teil-)finanziert, sollte diese Regelförderung in der Einnahmenliste unter Drittmittel mit dem Hinweis "Regelförderung" auftauchen
  • Ehrenamtspauschalen (wenn diese tatsächlich ausgezahlt werden)
  • Miete von Räumlichkeiten
  • Werbung, Drucke Plakate/Flyer, Bau Bühnenbild etc.
  • Miete von technischem Equipment
  • Reisekosten/Übernachtungskosten
  • Kauf von Kleinstmaterialien (Anschaffungen unter 800 € netto je Einzelanschaffung)
  • Gema, KSK, sonst. Gebühren

Was sind NICHT-förderfähige Ausgaben?

  • Investive Ausgaben: Der Fonds Soziokultur darf keine investiven Ausgaben fördern. Dies sind alle Anschaffungen über 800 € netto je Einzelanschaffung. Sollte der Kostenplan allerdings nur aus Anschaffungen von Kleinstmaterialien (unter 800 €) bestehen und keine sonstigen Ausgaben (z.B. Honorare) enthalten, ist der Antrag in seiner Gesamtheit wieder als investiver Antrag zu werten und somit von einer Förderung ausgeschlossen.
  • Verwaltungskostenpauschale: Es kann keine pauschale Abrechnung von Büro- oder Verwaltungsausgaben anerkannt werden. Später müssen alle Ausgaben mit Einzelbelegen nachgewiesen werden (jeder Portokauf, Kauf von Druckpatronen, Telefongebühr etc.).
  • Fahrtkostenpauschalen: Reisekosten müssen nach dem Bundesreisekostengesetz erstattet werden. Pauschale Erstattungen sind nicht förderfähig.
  • Ausgaben, zu denen es später keine Zahlungsbewegung geben wird (ehrenamtlich Leistungen, Honorarverzicht, kostenlose Nutzung von Räumen oder Technik).
  • Mietausfallgebühren: Hat der/die Antragstellerin eigene Räume, die für das Projekt genutzt werden, kann kein Ausfall einer möglichen Vermietung dieser Räume geltend gemacht werden.

WIE kann KO-FINANZIERT werden?
Die Ko-Finanzierung (mindestens 20% des Gesamtbudgets) kann aus Eigenmitteln, Einnahmen und/oder Drittmitteln erfolgen. Eigen- und Drittmittel müssen in Euro zur Bezahlung von Rechnungen zur Verfügung stehen. Drittmittel sind alle Förderungen/Zuwendungen von privaten oder öffentlichen Institutionen (z.B. Stiftungen, Banken, Land, Kommune etc.). Private Spenden und Mitgliedsbeiträge sind Eigenmittel. Als Eigenmittel können auch Einnahmen (z.B. Ticketverkäufe) gelten.


WIE OFT darf beantragt werden?
Antragsteller*innen können pro Ausschreibungsrunde maximal einen Projektantrag stellen. Im Rahmen von NEUSTART KULTUR können Antragsteller*innen maximal drei Mal gefördert werden.


Bis WANN muss das Projekt durchgeführt worden sein?
Die Laufzeit der Projekte, die im Rahmen des Sonderprogramms gefördert werden, richtet sich nach den einzelnen Programmausschreibungen. Alle Projekte müssen nach derzeitigem Stand bis zum 30.09.2021 abgeschlossen sein/abgerechnet werden.


Ist ein VORZEITIGER PROJEKTBEGINN möglich?
In Ausnahmefällen kann ein förderunschädlicher vorzeitiger Projektbeginn (z.B. zum Abschluss von Gagenvereinbarungen, Anmietung eines Projektraumes, Buchung von Reisen etc.) beantragt werden. Der Antrag auf Genehmigung zum vorgezogenen Maßnahmenbeginn wird formlos gestellt unter Angabe einer Begründung, der konkreten Aktivitäten sowie eines Datums. Die Zustimmung zu diesem vorzeitigen Beginn ist ausgeschlossen, wenn bereits wesentliche Teile der Projektaktivitäten (z.B. Proben, Workshops, Druck von Plakaten etc.) vor den Entscheidungssitzungen des Kuratoriums stattfinden sollen.


WO sollen die Projekte stattfinden?
Die Hauptprojektaktivitäten des Projektes müssen innerhalb von Deutschland stattfinden. Es darf Aktivitäten im Ausland geben (grenzüberschreitende Projekte), aber es dürfen nicht ausschließlich Aktivitäten im Ausland sein.


Wie kann ich an der Re:Vision Workshop-Reihe teilnehmen?
An Re:Vision können nur Projekte teilnehmen, die auch Fördermittel des Fonds Soziokultur erhalten. Im Anschluss an die Bewilligung erhalten alle Projektträger*innen Detailinformationen zum Programm und eine Aufforderung, Ihr Interesse an einer Teilnahme zu äußern. Wir kontaktieren Sie anschließend über die Vergabe der Teilnahme-Plätzen.

 

 

 

Hier gibt es die FAQ als pdf. Haben Sie noch weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

 

Weitere Informationen zum Sonderprogramm

Das Sonderprogramm des Fonds Soziokultur e.V. fördert Projekte von Einrichtungen bzw. Trägern der kulturellen Bildung und Medienbildung, der Soziokultur und Kulturarbeit in freier Trägerschaft bei der krisenbedingten Neuausrichtung und Stärkung ihrer Arbeit im Schnittfeld von Kunst und Gesellschaft. Im Fokus stehen Teams aus freien und festen Mitarbeiter*innen sowie Netzwerke vor Ort, die neue Formen und Wege kultureller Arbeit mit gesellschaftlicher Wirkung erproben und mittelfristig etablieren möchten. Ziel ist es, die wichtigen Erfahrungen der letzten Monate mit den zahlreichen neuen Ansätzen von „Soziokultur/Kultur auf Abstand“ mit der Verantwortung für freies künstlerisches Personal zu verbinden. Folgende Eckpunkte sollen berücksichtigt werden:


- Personal + Netzwerke: Wie gelingt es, freischaffenden soziokulturellen Künstler*innen ein verlässlicher Partner zu sein bzw. welche partnerschaftlichen Modelle mit Akteur*innen der Kultur und anderer Bereiche kann es noch geben?


- Programmformate: Welche Programmangebote ermöglichen und erreichen die aktive Beteiligung von Gesellschaft, (auch) wenn persönliche Begegnung schwierig bleibt?


- Räume und Orte: Was sind neue Orte für die Produktion und Präsentation im Mix aus zentral und dezentral, open-air, inhouse, digital und real?


- Diversität, Digitalität, Demokratie: Wie können Kulturakteur*innen ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt relevant weiterentwickeln und hervorheben?


Diese Punkte sind die inhaltlichen Querschnittsfragen des Sonderprogramms. Es startet mit einer allgemeinen Ausschreibung und ruft zusätzlich in 4 Themenprogrammen in zeitlichen Abständen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte auf. Die möglichen Laufzeiten der Projekte sind infolgedessen unterschiedlich lang, in der Regel nicht länger als bis Ende September 2021.


Evaluation

Eine quantitative und qualitative Evaluation misst die Wirkung des Sonderprogramms bezüglich der Ziele des BKM-Programms NEUSTART KULTUR und der Themenprogramme des Fonds Soziokultur e.V.

Das Sonderprogramm des Fonds Soziokultur ist Teil des NEUSTART KULTUR-Programms der BKM – Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Re:Vision - Online-Workshopreihe für Projektträger

Re:Vision ist ein kostenloses Online-Workshop-Format des Fonds Soziokultur, das sich an alle erfolgreichen Antragsteller*innen des Sonderprogramms NEUSTART KULTUR richtet. Re:Vision möchte Sie parallel zu Ihrer Projektarbeit mit spannenden neuen Impulsen begleiten und Sie bei der Durchführung und Verbreitung guter soziokultureller Praxis unterstützen. Im Hinblick auf die Reflexion der eigenen Arbeit am und im Projekt und vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Entwicklung innovativer Programme und neuer Modelle wird um Themen wie ‘Relevanz’, ‘Zugänglichkeit’, ‘Engagement’, aber auch ‘Wohlbefinden’ und ‘Erfolg’ gehen. In diesem Programm werden Sie mit Expert*innen und Kolleg*innen aus aller Welt interagieren, um gemeinsam die soziokulturelle Arbeit zu beleuchten und weiterzuentwickeln.

Seitenübersicht