Anke arbeitete als Mitarbeiterin der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR mit dem Fonds Soziokultur zusammen und bewertete die Pitches der Techlab-Teilnehmenden. Das DLR fungiert als nationale Raumfahrtagentur Deutschlands. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR entwickelt und steuert das nationale Raumfahrtprogramm und vertritt die Interessen der Bundesrepublik Deutschland in internationalen Gremien wie z.B. in der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA).
Der wesentliche Teil meiner Arbeit für die Deutsche Raumfahrtagentur besteht darin, nach kommerziell nachhaltigen Dienstleistungen und Anwendungen zu suchen, die Weltraumdaten nutzen. Wir konzentrieren uns nicht auf einen bestimmten Sektor oder ein einzelnes Thema. Wir möchten das Bewusstsein dafür stärken, wofür Weltraumdaten eingesetzt werden. Dazu zählen verschiedene Anwendungen von Satellitentechnologien wie Satelliten für die Erdbeobachtung und Kommunikation oder GNSS Navigationssysteme etwa für Wettervorhersagen, Echtzeitüberwachungen, die Verifikation von Ereignismeldungen anhand von Satellitenbildern, Stadtplanung oder das Monitoring des Klimawandels.
Die Entwicklung von Raumfahrttechnologie ist kostenintensiv. Die entwickelten Anwendungen zeigen jedoch, wie stark wir im Alltag auf Daten aus der Raumfahrt angewiesen sind, nicht nur im Kontext von Weltraumforschung.
Wir kooperieren mit Unternehmen, die Raumfahrttechnologie für kommerzielle Lösungen einsetzen und Interesse an Partnerschaften haben, aus denen wirtschaftliche Erträge entstehen können.
Durch die Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Fonds Soziokultur bauen wir größere Netzwerke auf und erschließen Communities, zu denen wir zuvor keinen Zugang hatten. Es entsteht ein Wissensaustausch. Wir prüfen, welches Potenzial Weltraumdaten für diese Akteur*innen haben, lernen zugleich ihre Arbeit kennen und entwickeln Vorstellungen davon, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann.
Das Techlab war ein geeigneter Rahmen, um Impulse zu setzen, die langfristig Wirkung entfalten können. Die Teams arbeiteten mit hoher Motivation, weil sie etwas Sinnvolles für ihre Communities bewirken wollten, auch wenn wirtschaftliche Perspektiven im Sinne unserer kommerziellen Partner*innen nicht im Vordergrund standen.
Auch wenn wir die Projekte diesmal nicht weiterverfolgt haben, war der Prozess wertvoll. Wir können uns eine erneute Zusammenarbeit in diesem Format gut vorstellen.
Wir pflegen zahlreiche Kooperationen und Partnerschaften auf unterschiedlichen Ebenen. Manche funktionieren, andere nicht. Entscheidend ist, sie weiter einzugehen. So informieren wir über die vielfältigen Möglichkeiten von Weltraumdaten und eröffnen uns zugleich neue Anwendungsfelder.