Drishti und Rashmick arbeiteten mit den Techlab-Teilnehmenden in Phase Zwei – Erkundung. Diese Phase dauerte vier Monate, in denen die Teilnehmenden Unterstützung in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Geschäftsmodellentwicklung, Multi-Plattform-Programmierung und Zugänglichkeit erhielten.
Wir führen eine Modemarke namens Lafaani, kommen aber nicht aus dem Designbereich. Bevor wir unsere Marke auf den Markt brachten, hatten wir an verschiedenen sozialen Projekten gearbeitet, darunter in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser und Sanitärversorgung.
Die Textilien und Handarbeiten Indiens waren ein persönliches Interesse, dem wir beide in unserer Freizeit nachgingen. Wir starteten Lafaani, als Covid begann, mit einer kleinen Investition – mehr oder weniger dem Minimum, das nötig war, um eine unabhängige Marke zu gründen.
Was wir in der Modebranche in Sachen Nachhaltigkeit gesehen haben, ist, dass oft eher über symbolische Gesten gesprochen wird. Man sieht Marken, die stolz darauf sind, Abfall upzucyceln, obwohl ihr Hauptmaterial aus synthetischen Fasern besteht. Oft hört man nicht, ob faire Löhne gezahlt werden, ob humane Arbeitsbedingungen herrschen oder wie viel produziert wird.
Wir wollten von Anfang an den Prozess, das Material und die Menschen betrachten und gleichzeitig die Kund*innen darüber informieren, wie sie die Produkte besser nutzen, reparieren und entsorgen können. Wir fördern auch die Eigenständigkeit der Kunsthandwerker*innen, mit denen wir arbeiten. Wir sagen ihnen selten, wie sie unseren Stoff herstellen sollen – wir freuen uns vielmehr, ihre Kreationen aufzugreifen und in unsere Designsprache zu integrieren. Die Stickenden, mit denen wir zusammenarbeiten, sind unsere Mitgestalter*innen, sie wählen die Designs und Farben aus.
Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesellschaft und Kultur. Wir möchten traditionelle Handwerke erhalten, da es bereits einen Sektor gibt, der auf handwerklichem Wissen basiert, das über Generationen weitergegeben wurde.